Stephan Klein, 13. April 2005Ein Krankenhaus in Attat
Das Vorsorge-Programm umfasst folgende Punkte:
- Verbessertes Nahrungsangebot
- Impfprogramm
- Zweckmäßige Betreuung von Mutter und Kind
- Verhütung von umwelt- und armutsbedingten Infektionskrankheiten
- Versorgung mit sauberem Wasser, Verbesserung hygienischer Verhältnisse
- Gesundheitsmaßnahmen und Unterricht über Vorbeugemaßnahmen
- Zusammenarbeit mit anderen Sektoren, z.B. Erziehung und Landwirtschaft
In 38 Dörfern im Umfeld des Krankenhauses wird dieses Konzept in Zusammenarbeit mit der einheimischen Bevölkerung verwirklicht. Es gibt ein Netz von 30 Dorfgesundheitsposten, 29 Frauengruppen mit 3.000 Mitgliedern, 125 Brunnen verschiedener Art, die von der Station aus in Stand gehalten werden. Außerdem arbeiten 82 Dorfgesundheitshelfer mit der Station in Attat zusammen.
Diese Arbeit in einem Land, in dem viele Menschen nicht über das zum Leben Notwendige verfügen, in dem es natürlich auch keine Krankenversicherungen gibt, ist nur durch großzügige Unterstützung möglich.
So versuchen die Schwestern, in Äthiopien selbst, aber auch in Deutschland möglichst viele Menschen in ihre Arbeit einzubinden, denn nur so ist ein Erfolg angesichts der riesigen Probleme möglich.
„Wenn sich Spinnen zusammentun, können sie einen Elefanten fesseln“, sagt ein äthiopisches Sprichwort. Die Schwestern glauben fest daran, dass der Geist des Evangeliums alle: die Kranken, die dort Aufnahme finden, die dort Tätigen, und alle, die diese Arbeit durch Spenden und Gebet unterstützen, zu tätiger Liebe zusammenbindet.
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